Vordergrund-Streifen im Gleisbereich



Bitmap-Streifen im Gleisbereich werden dazu verwendet, zwischen dem Betrachter und dem Gleisabschnitt befindliche Objekte, die durch die Überlagerung der Landschafts-Bitmap mit dem einzublendenden Zug verdeckt werden, wiederherzustellen. Teile des Zuges werden also wieder überblendet, wodurch dann der Eindruck entsteht, daß der Zug zwischen Vordergrund und Hintergrund hindurch fährt.

Für jeden das Landschaftsbild durchziehenden Gleisabschnitt wird ein separater Bitmap-Streifen benötigt, der den Bereich zwischen Gleisoberkante und Unterseite der Oberleitung ausfüllt (bei nicht elektrifizierten Strecken wird die gleiche Höhe für den Gleisbereich herangezogen). Der Streifen enthält nur jene Teile des Landschaftsbildes, die sich räumlich zwischen dem Beobachter und dem vorbeifahrenden Zug befinden.



Die Netto-Breite jedes Bitmap-Streifens (die Steuer-Spalten an der rechten Seite nicht mitgezählt) entspricht jener des Landschaftsbildes. Seine Höhe wird durch den höchsten Punkt der (realen oder fiktiven) Oberleitung und den tiefsten Punkt des Gleises bestimmt (die etwas unrealistische Krümmung in der obigen Darstellung dient nur der Demonstration).

Die Zugehörigkeit der Bitmap-Streifen zu einem bestimmten Landschaftsbild wird durch die Gleichheit ihrer Dateinamen (ohne Endung) ausgedrückt. Anstelle der Endung ".BMP" für die Bitmap-Datei des Landschaftsbildes werden allerdings die Endungen ".BZ1", ".BZ2", ..., ".BZ9" entsprechend der Anzahl der das Bild durchziehenden Gleisabschnitte herangezogen (es handelt sich trotz abweichender Endung ebenfalls um Bitmap-Dateien).

Es können maximal 9 Gleisabschnitte berücksichtigt werden, wobei bei zweigleisigen Strecken jedes Gleis separat gezählt wird (Gleisabschnitte dürfen sich überlappen). Die Zuordnung der Nummern für die Datei-Endungen der einzelnen Bitmap-Streifen erfolgt in aufsteigender Reihenfolge bei "1" beginnend fortlaufend von hinten nach vorne. Der vom Beobachter am weitesten entfernte Gleisabschnitt erhält also die Endung ".BZ1", der nächstgelegene die höchste verwendete Datei-Endung.

In Steuerspalten abgelegte Informationen

Jeder Bitmap-Streifen enthält am rechten Bildrand 5 zusätzliche Spalten, deren Inhalt für die Positionierung des Streifens innerhalb des Landschaftsbildes und die Steuerung der über den Gleisabschnitt fahrenden Züge herangezogen wird. Die 4 letzten Spalten sind optisch in weiße und gelbe 10er-Blöcke unterteilt, in welchen die Zählung in vertikaler Richtung ab dem oberen Rand des jeweiligen 10er-Blocks neu beginnt. Die Aussagen in den nachfolgenden Abschnitten beziehen sich stets auf die Belegung der betrachteten Position durch einen schwarzen Bildpunkt, sofern nicht explizit eine abweichende Aussage gemacht wird.

Hintergrundfarbe (0)

Damit Teile des Zuges, die nicht vom Vordergrund verdeckt werden, sichtbar bleiben, muß die Streifen-Bitmap eine Hintergrundfarbe aufweisen. Diese darf sonst innerhalb des Bildstreifens nicht vorkommen. Sie wird in der ersten Steuerspalte an oberster Stelle hinterlegt.

Orientierung des Gleisstreifens (1)

Der schwarze Punkt kennzeichnet den Gleisabschnitt als entgegengesetzt orientiert. Dies bedeutet, daß dieser Abschnitt innerhalb des Landschaftsbildes im Verlauf der Gesamtstrecke in entgegengesetzter Richtung durchfahren wird (im Streckenverlauf wechselnde Fahrtrichtungen gibt es beispielsweise bei einer in Serpentinen verlaufenden Strecke).

Zweigleisige Gleisabschnitte (2)

Durch diesen Punkt wird eine zweigleisige Strecke ausgewiesen. Zweigleisige Abschnitte werden programmtechnisch als zwei übereinandergelegte eingleisige Abschnitte betrachtet.

Zugelassene Fahrtrichtungen im Gleisabschnitt (3), (4)

Ist der obere Punkt (3) markiert, so ist der Gleisabschnitt bei Eingleisigkeit für die Fahrt von rechts nach links (bei normaler Orientierung) und bei Zweigleisigkeit für Rechtsverkehr zugelassen. Wenn der untere Punkt (4) markiert ist, erlaubt der Gleisabschnitt bei Eingleisigkeit die Fahrt von links nach rechts (bei normaler Orientierung) und bei Zweigleisigkeit Linksverkehr.

Es muss mindestens einer dieser beiden Punkte schwarz eingefärbt sein. Trifft dies für beide Punkte zu, so ist bei eingleisiger Strecke der Verkehr in beide Richtungen, bei zweigleisiger Strecke Gleiswechselbetrieb möglich.

Position Gleisstreifen in Landschaftsbild (5)

In den 4 letzten Steuerspalten befindet sich innerhalb der ersten 10 Zeilen jeweils ein schwarzer Bildpunkt. Die vertikalen Positionen dieser 4 Pixel (gezählt ab 0) ergeben zusammen als 4-stellige Zahl die vertikale Position der Gleisstreifen-Oberkante im Landschaftsbild.

Streckenzuordnung eines Gleisabschnitts (6)

Die relative Position des schwarzen Bildpunktes innerhalb des betroffenen 10er-Blocks gibt die Zuordnung des Gleisabschnitts zu einer bestimmten Strecke an. Handelt es sich um einen zweigleisigen Abschnitt, ist hier die Zuordnung zu zwei Strecken mit aufeinanderfolgenden Streckennummern einzutragen. Über die hier vergebene Nummer kann im Programm BAHNLAND die zugeordnete Strecke ausgewählt werden, um den dort fahrenden Zug von Hand zu steuern.

Reihung des Gleisabschnitts innerhalb der Gesamtstrecke (7)

Gehört der betrachtete Gleisabschnitt zu einer Strecke mit mehreren sichtbaren Abschnitten, so gibt die in dieser Spalte eingegebene Markierung die Reihung der einzelnen Gleisabschnitte an. Die relative Position des schwarzen Bildpunktes sagt aus, an wievielter Stelle innerhalb der Gesamtstrecke dieser Abschnitt durchfahren wird, wenn der Zug insgesamt (also über die gesamte Strecke gesehen) von rechts nach links fährt.

Beschränkung Gleisabschnitt auf bestimmte Zuggruppen (8)

Wird beispielsweise ein Landschaftsbild sowohl von einer Fernbahnstrecke als auch von einer Straßenbahnstrecke durchquert, so ist es sinnvoll, die Fahrt von Fernbahnen und Straßenbahnen auf die entsprechenden Strecken einzuschränken. Damit dies auch im automatischen Betrieb funktioniert, kann jeder Zug innerhalb der ausgewählten Zugliste einer bestimmten Zuggruppe zugeordnet werden (zu einem Zeitpunkt kann im Programm BAHNLAND immer nur eine Zugliste ausgewählt sein).

In der durch (8) markierten Steuerspalte können innerhalb des betroffenen 10er-Blocks eine oder mehrere Zuggruppen durch schwarze Bildpunkte markiert und damit für die betroffene Strecke zugelassen werden. Ein Zug, der keiner Zuggruppe zugeordnet wurde, gehört programmtechnisch zur Zuggruppe 0.

Ist der betrachtete Gleisabschnitt einer von mehreren, die alle Teil derselben Strecke sind, so muß die Angabe zu (8) für allen betroffenen Gleisabschnitte identisch sein (nur die erste angetroffene Angabe wird ausgewertet).

Zuordnung Zuggattungen zu Haltepunkten, Position relativ zum Zug (9)

Wenn in einem Gleisabschnitt ein Haltepunkt ausgewiesen ist, können bestimmte Zuggattungen für einen Zughalt ausgewählt werden. Bislang sind folgende Zuggattungen definiert:

  1. Züge, die nicht einer speziellen Zuggattung zugeordnet sind (-)
  2. Nahverkehrszüge (N)
  3. Fernverkehrszüge (F)
  4. Übergabegüterzüge (Ü)
  5. Durchgangsgüterzüge (G)
  6. Sonderzüge jeglicher Art (S)

Der Zughalt am ausgewiesenen Haltepunkt kann gleichzeitig für mehrere Zuggattungen eingestellt werden, indem die zughörigen Positionen (relativ zum betroffenen 10er-Block) in der Steuerspalte schwarz eingefärbt werden.

Normalerweise hält der Zug so, dass der Haltepunkt beim Stillstand des Zuges in der Zugmitte liegt. Soll der Zug (bei normaler Orientierung des Gleisabschnitts) komplett links oder rechts vom Haltepunkt zum Stehen kommen, ist an relativer Position 8 oder 9 (absolute Position 18 oder 19) der Steuerspalte ein schwarzer Bildpunkt zu setzen.

In Steuerzeilen abgelegte Informationen

Neben den Steuerspalten besitzt jeder Bitmap-Streifen am unteren Bildrand zusätzlich zwei Steuerzeilen (11). Diese zeigen bei Strecken mit Steigungen und Gefälle mithilfe schwarzer Bildpunkte jene Positionen an, an welchen eine Höhenänderung der Gleisebene eintritt. Einzelne Bildpunkte in der oberen Steuerzeile kennzeichnen in der Richtung von links nach rechts einen Anstieg der Gleisebene um einen Punkt, während ein Absinken der Gleisebene um eine Stufe durch einen einzelnen schwarzen Punkt in der unteren Steuerzeile angezeigt wird. Bei ebenen Gleisabschnitten sind in beiden Steuerzeilen keine schwarzen Bildpunkte vorhanden, die nur in der oberen oder nur in der unteren Steuerzeile angesiedelt sind.

Mit dem schwarzen Bildpunkt (10) in der linken Steuerspalte wird die vertikale Position relativ zum oberen Rand der Streifen-Bitmap, die die Gleisebene am linken Bildrand einnimmt, angezeigt. Hierüber läßt sich schließlich anhand der ausgewiesenen Höhenänderungen die Gleislage an jeder Stelle des Gleisabschnitts bestimmen.

Ein quer über beide Steuerzeilen reichender vertikaler schwarzer Balken (11) kennzeichnet die Position eines Haltepunktes innerhalb des Gleisabschnitts (unabhängig von möglicherweise vorhandenen Steigungen). Der sich dem Haltepunkt nähernde Zug wird ab einer bestimmten Entfernung kontinuierlich bis zum Stillstand abgebremst. Beim Losfahren wird ebenso kontinuierlich beschleunigt, bis die für den Zug eingestellte Reisegeschwindigkeit wieder erreicht ist.

Pro Gesamtstrecke kann nur ein Haltepunkt definiert werden. Wurden mehrere Haltepunkte eingetragen (z.B. in verschiedenen, zur selben Strecke gehörenden Bitmap-Streifen), so werden nach der Registrierung des ersten Haltepunktes durch das Programm BAHNLAND alle weiteren Haltepunkte ignoriert.